Waitomo to Te Kuiti

Morgens beim Frühstück kam Emma mit meinem Shampoo an, sie dachte es hätte jemand vergessen. Aber ich hatte es ja eigentlich neben meiner eingeweichten Wäsche stehen lassen. Naja, zumindest hab ich es wieder. Ich hatte abends ja noch Milch fürs Frühstück geholt und extra eine große Flasche genommen, sodass die anderen auch noch was abbekommen haben. Ich hab dann noch eine Tasse Müsli mit Milch für auf dem Weg bereit gemacht.
Nach dem Zusammenpacken ging es noch in das Café gegenüber für einen Kaffee. Der Tag heute war kurz also mussten wir früh los und wenn schon mal ein Café auf dem Weg liegt. Das wird in den nächsten Tagen eher nicht mehr passieren.
Von Waitomo aus ging es erst mal eine Seitenstraße raus ins Farmland. Ich bin dann mit einer kleinen Gruppe gestartet, Katja und Sebastian waren schon los, die anderen hatten sich was zu essen fürs Mittagessen bestellt, das sie mitnehmen wollten. Der Weg hat uns dann zum größten Teil über Farmland geführt, zwischendurch sind wir auch durch einen kleinen Wald mit Swing Bridge gekommen.
Auf einer Wiese, die wir herunter kamen, hing an einem Baum ein Schild „Welcome TA walkers“ und drunter stand eine Dose mit Bonbons. Immer wieder cool, was sich die Leute einfallen lassen.
Am Ende sind wir in einem kleinen Park vor Te Kuiti raus gekommen, an dessen Ende ein Café lag. Dort haben sich die Wege etwas getrennt. Ich bin mit Stefan in Richtung Te Kuiti gelaufen, Steves Eltern sind mit dem Wohnmobil auf einem Wohnmobilstellplatz und der Rest, bis auf Katja, wollte zu dem anderen Trail Angel.
Wie ich dann erfahren habe, hatten die alle nur da Nötigste für den Weg dabei und den Rest bei Stevs Eltern im Wohnmobil gebunkert. Also immer mit den Kiwis gut halten, wer weiß wofür es gut ist.
Ich bin dann mit Sebastian zum Inder für ein spätes Mittagessen, aber Hiker können ja bekanntlich immer essen. Wir haben uns das Family Menü geteilt, das waren einfach zwei Gerichte mit softdrink. Die Portion Reis war schon sehr sättigend und der Zucker hat auch gut getan. Nachdem wir fertig waren ist Katja an dem Laden vorbei gelaufen, sie wollte aber lieber zur Bakery nebenan. Ein Kaffee nach dem Essen wäre noch OK, aber als wir bei der Bakery ankamen war die schon zu. Naja, wir sind dann weiter Richtung Unterkunft gelaufen und haben Katja dann doch noch in einem andern Cafe sitzen gesehen. Ich habe mir einen Kaffee geholt und Sebastian hat sich noch einen Muffin und einen Bubbletee gegönnt. Sebastian ist etwas älter als ich, würde ich schätzen. Er und Katja sind beide Lehrer, wir sind die eher älteren der Gruppe gewesen. Gut Stev gehört auch in unsere Altersgruppe.
Nach dem ganzen Essen haben wir uns dann zu den Trail Angeln durchgeschlagen. Uns hat eine junge Frau mit Baby begrüßt und uns alles gezeigt. Eine toll ausgebaute Garage als Küche und Gemeinschaftsraum und den Garten zum Campen. Ihr Mann war noch an der Cabin am arbeiten, die sie auch noch vermieten wollen. Sie hatten auch noch ein Gästezimmer mit mehreren Betten, da hat sich Katja für ihren Rest Day eingebucht. Ich und Sebastian mussten ja noch Essen für die kommenden Tage kaufen gehen und Katja wollte waschen. Also sind wir nach dem Zeltaufbauen nochmal losgezogen. Ich habe dann so viel gekauft, dass es in meinen kleinen Packsack gar nicht rein ging. Das wir lustig werden im Rucksack, gut ich hatte auch einige frische Sachen wie einen Salat gekauft, die ich direkt verzehren wollte. Ein Sixpack Gingerbeer hatte ich auch noch. Irgendwie habe ich Sebastian im Supermarkt verloren, keine Ahnung wie ich das geschafft habe. Ich bin dann zurück und habe auf dem Rückweg Katja an Aunties Laundromat getroffen, das war ein guter Vorwand eine Pause vom Schleppen der Einkäufe zu machen. Wir haben uns dann mit dem Bier schön vor den Laden gesetzt bis ihre Sachen fertig waren. Dann sind wir zurück zum Abendessenkochen.
Beim Kochen habe ich unserem Gastgeber noch ein Gingerbeer angeboten, er musste aber erst rein die Kids ins Bett bringen und wollte dann nochmal kommen.
Er kam dann auch und hat uns erzählt, dass sie das erst seit zwei Monaten machen und sich über Tipps und Anregungen freuen würden. Sie hatten die Cabin, die er gerade renoviert von Freunden gekauft und wollten die mit Bad für Familienbesuche herrichten. Dann kamen sie auf die Idee, die auch an Hiker zu vermieten, weil er wohl früher auch ohne viel Budget gereist ist und es ist wirklich hübsch eingerichtet und Kaffee, Tee und Milch dazu gab es auch noch. Wir haben dann noch lange gequatscht, also in Hikerzeit. War ein cooler Abend.


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