Der Weg von der Campsite führt nicht wieder zum Strand runter sondern direkt hinter der Campsite den nächsten Anstieg hinauf…
Vor dem Verlassen der Campsite haben dann alle mit Garmin Gerät ihre Check-in Nachrichten geschickt. Ich habe Mel dann noch von meinem Garmin eine Nachricht an ihre Schwester schicken lassen, da ihr Telefon kaputt ist, damit sich zu Hause keiner Sorgen macht.
Wir haben uns dann, jeder nach seinem Tempo, etwas zerstreut, aber man läuft sich doch öfters über den Weg, wenn man zum Fotos machen anhält.
Irgendwann ging es dann aber zum Strand runter. Dort haben ein paar Kiwis in den Dünen gezeltet, soviel zum wildcampen. Alle natürlich mit ihren 4×4 Hilux oder ähnlich.
Die Gruppe hat sich dann in lange und kürzere Beine aufgeteilt. Aber wirklich weit ist man dann doch nicht auseinander.
Nachdem wir vielen Kiwis beim Muschelnsammeln und in ihren Fourwheeldrives gewunken haben, war es dann nach ca 13km Zeit für eine Mittagspause. Wrap mit Peanutbutter und ein paar Tortillia brösel hinterher für den Geschmack. Die Landschaft war nicht sehr abwechslungsreich. Dafür ist eine Regenwolke über uns gezogen und wir haben unsere Rucksäcke schnell abgesetzt um die Klamotten, die außen zum Trocknen dran hängen, schnell in Sicherheit zu bringen und die Regenjacken raus zu holen. Es fing schnell und heftig an mit ein paar dicken Tropfen, hatte dann, nachdem wir unsere Rucksäcke in Sand paniert haben, aber auch schnell wieder aufgehört. Auch an diesem Strand konnte man nicht weit laufen ohne das Wasser vom Land ins Meer wollte, also wurden die fast trockenen Füsse wieder gebadet. Das zog sich dann bis zum Nachmittag einfach immer so weiter. Nur Strand, Meeresrauschen und Muschelsammler.
Auf der Suche nach dem Campingplatz dachte ich zuerst, dass in den Dünen ein Parkplatz sein müsste. Aber es war tatsächlich der Campingplatz. Weil Sonntag und langs Wochenende ist, sind die Kiwis natürlich alle unterwegs. Mit Vans, normalen Kleinwagen, Quads, Pickups, Motorrädern ohne Innenleben im Auspuff. Von Jugendlichen bis Familien mit Kindern. Das eine Zelt ohne Auto gehört zu einem anderen Hiker – dem ersten Kiwi-Hiker, ich würde ihn auf Mitte 50 schätzen. Er ist irgendwie anders gelaufen und hat die Campsite vorher ausgelassen.
Auch lustig war der Anblick einer kleine Kolonne aus Fahrzeugen. Zuerst ein Kind auf dem Mini Motorrad, vielleicht 5 oder 6, dahinter Papa in einem Pickup und im nächsten Pickup noch zwei Leute. Der Bub ist dann einfach mit Vollgas über den Strand gefahren. Erst kamen sie uns entgegen und später sind sie nochmal an uns vorbei gefahren.
Nach dem Zeltaufbauen und Wasserfiltern habe ich dann noch die Füsse zum Abkühlen ins Meer gehalten.
Im Anschluss habe ich wirklich angefangen Reis zu kochen. Weil es so windig war hat es ewig und zwei Ladungen Spiritus gebraucht..
So habe ich wenigstens etwas von meinem Pesto verbraucht. Kurz vor Sonnenuntergang ging es dann ins Zelt. Schreiben…


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