Der Trail ging direkt hinter der Campsite im Wald los. Das ist schon mal ein cooler Start, ohne Straßen und sonst was. Der Wald hat sich alle paar hundert Meter verändert aber es ging auch stellenweise sehr steil hoch. Matschig, rutschig viele Wurzeln, Blätter und Steine. Eine Mischung aus Balancieren, Springen und Laufen. Kleine Abschnitte zwischendurch waren auch normal zu laufen oder aber einfach bergauf. Ich habe es dann zur Mittagspause auf den Gipfel geschafft, dort stand eine Plattform, die über die Baumwipfel ragt. Dort hat man eine super Sicht, solange das Wetter mitspielt. Mittags war es dort sonnig, nur außen herum waren ein paar Wolken. Aber die Sicht auf die Ebene um Hamilton, wo ich hergekommen bin, war schon sagenhaft.
Der Abstieg war allerdings auch nicht einfach und hat sich hingezogen. Einige Matschlöcher gab es natürlich auch, daher waren die Schuhe auch komplett matschig bis an die Füße. Am Ende des Abstiegs gab es noch einen Bach, an diesem habe ich dann knieabwärts im kalten Wasser mal alles gewaschen. Ich habe mich dann mit den nassen Schuhe aufgemacht, die letzten Kilometer auf der Straße zu laufen. Die allerletzten 3-4km gingen dann am Highway entlang, das war nicht so schön. Aber ich habe es dann schließlich doch noch geschafft, allerdings zu spät für das Abendessen das angeboten wurde. Als ich ankam waren alle schon fertig mit essen. Ich habe mir dann eins meiner Freezdried meals gemacht, während die anderen Dart gespielt haben.
Ich habe dort auf einer Matratze in der Garage geschlafen, wie die meisten anderen auch. Fürs Frühstück wurden jedem zwei Eier, zwei Scheiben Toast, zwei Scheiben Speck und eine halbe Cup Bohnen zugeteilt. Zubereiten mussten wir es selber, aber das Geschirr hat der Trail Angel abgespült um Wasser zu sparen. Auch cool.

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