Nach einer entspannten Nacht bin ich morgens in Ruhe aufgestanden, habe etwas gegessen und die Nachrichten, die aufgelaufen sind, abgearbeitet. Danach bin ich gegen 9:00 Uhr losgezogen zum Startpunkt an der Downton Station, die direkt am Fährterminal liegt. Von da aus bin ich dann dem Coast to Coast Trail gefolgt, so gut es ging. Markierungen waren im ersten Teil gar nicht zu finden und vor lauter Schauen bin ich auch an so mancher Abzweigung vorbei gelaufen. So sind am Ende des Tages ein paar Kilometer mehr zusammen gekommen.
Der Weg durch die Stadt ist aber wirklich interessant und man bekommt viele Eindrücke wie abwechslungsreich die Stadt doch ist. Der Zustand der Häuser ist sehr unterschiedlich, von kurz vor dem Zusammenfallen bis Top modern steht alles direkt nebeneinander – das ist nicht mal eine Sache von Stadtvierteln. Klar, manche sind mehr heruntergekommen aus europäischer Sicht als andere und ich würde sagen alle haben nicht den Standard, den wir in Deutschland gewöhnt sind, aber das ist eher eine Frage der Einstellung.
Auf dem Weg habe ich dann schon etwas wiedererkannt und festgestellt das ich ganz in der Nähe vom Newmarket Viertel bin. Dort bin ich am Tag zuvor schon mit dem Bus durchgekommen und habe dann festgestellt, dass dort ein Outdoor Händler ist. Also habe ich einen kleinen Abstecher gemacht, um mich schon Mal nach dem nächsten Paar Schuhe umzusehen. Meine Wanderschuhe werden nicht mehr hergestellt und sind in meiner Größe nicht mehr zu bekommen, daher wollte ich ein paar Alternativen anprobieren. Zum Glück habe ich was gefunden, das passt für meine breiten Füsse. In Große 14… aber aus der aktuellen Kollektion von inov8, daher sollte es kein Problem sein diese zu bestellen, wenn die anderen sich auflösen. Auf den alten Schuhen ist schon nicht mehr so viel Profil drauf. Ich habe dann noch Gamaschen mitgenommen und eine Freezdried meal als Notfall Nahrung.
Danach ging es weiter auf den Mt. Eden Vulkan und dann auf den One Tree Hill. Also schmal etwas geklettert, bevor es Richtung Mangere Bridge hauptsächlich bergab ging.
Am Ende hatte ich auf der Brücke dann ca. 22km von 15.5km, die der Abschnitt eigentlich lang ist. Plus den Weg zurück zum Bus und den Weg zum Startpunkt gesamt geschätzt ca.28km – nicht schlecht für den ersten Tag.
Ich gebe zu, ich habe meinen Körper danach gespürt und das es ein anderer Rucksack ist auch. Trotzdem war ich mit dem Tag zufrieden.
Allerdings habe ich dann abends festgestellt, dass ich doch etwas rot an den Händen und im Gesicht bin. Der Tag hatte bewölkt angefangen, weshalb der Hut im Rucksack war. Gegen Mittag kam dann immer mal wieder die Sonne raus, gemischt mit dem Wind war es aber gerade angenehm. Die Sonnenstrahlung ist hier Dank des Ozonloches allerdings wesentlich stärker. Ich weiß das zwar ,hab die Frühlingssonne trotzdem arg unterschätzt. Also ab sofort ist der Hut griffbereit am Rucksack aussen befestigt und die Sonnencreme in der Vordertasche.

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